Zum Sommerstart unternahm die Arche Für Familien einen Ausflug nach Schaffhausen, inklusive Übernachtung in der Jugi. Kinder und Familien sollen vermehrt in den Genuss soziokultureller Angebote kommen dürfen. Für den Herbst ist «Schlafen im Stroh» – auch für die Eltern – geplant. Spenden helfen dabei, Familien in mehrfachbelasteten Lebensumständen eine «Auszeit» zu gönnen.
Das soziokulturelle Angebot ist ein wichtiger Pfeiler des interdisziplinären Gesamtangebots der Arche für Familien. Dabei soll Familien, welche aus verschieden Gründen nicht am breiten Angebot der Stadt Zürich teilhaben können, trotzdem Zugang und Teilhabe – niederschwellig – ermöglicht werden. Viele Angebote der Stadt stellen für einige Familien hohe Anforderungen dar, wie fehlende finanzielle Mittel, gesundheitliche Herausforderungen der Eltern oder schlicht die Unkenntnis darüber. Die Arche Für Familien stellt ein breites soziokulturelles Angebot zur Verfügung, das ergänzend zum städtischen ist. Seit langem gibt’s den Mittwochstreff mit gemeinsamem Mittagessen mit anschliessender Aktivität oder Ausflug, zum Beispiel in die Bibliothek oder sogar zum Pflücken von frischen Beeren aufs Erdbeerfeld. In den Ferien werden zusätzlich grössere Ausflüge wie beispielsweise der Besuch im Technorama oder Spielen im Wald angeboten. Regelmässig findet auch zweimal im Monat die Kleider- und Kinderzubehörbörse statt, sowie jeden Donnerstagmorgen und jeden zweiten Samstag «Arche die Oase», ein Treff für die Eltern mit ihren Kleinsten.
Spende macht unvergessliches Familienerlebnis möglich
Da einige Familien wenig Möglichkeiten haben, über die Stadtgrenzen hinauszukommen, freuen sie sich umso mehr, etwas von der «weiten Welt» zu sehen. Mit dem Übernachtungsausflug dürfen die Familien erste Erfahrungen sammeln und darin bestärkt werden, eine Nacht als Familie in einer ungewohnten Umgebung an einem neuen Ort zu erleben. Begleitet und aufgehoben in einer Gruppe ist das für viele Familien besser machbar als allein. Eine solche Gelegenheit war die zweitägige Reise nach Schaffhausen, mit Übernachtung in der Jugi, als eines der Highlights. Ein grosses Dankeschön fürs Ermöglichen geht an die engagierten Frauen eines Vereins, der die Arche Für Familien bereits seit ein paar Jahren nachhaltig unterstützt.
Neun Familien machen sich auf den Weg
Die Reisegruppe bestand aus rund 30 Personen. Die Jüngste war gerade mal vier Monate alt, der «Älteste», ein 50-jähriger Papi. Mit von der Partie: Acht Kinderwagen und diverses an Gepäck. Schon die Zugfahrt nach Schaffhausen erforderte eine gewisse Logistik, später erwies sich auch die Fahrt in den Schaffhauser Kleinbussen als knifflig. Aber auch diese Hürde wurde gemeistert. Die schönen Erlebnisse und Momente in der nördlichsten Kantonshauptstadt liessen alle Herausforderungen vergessen. Schon der Munot als Sehenswürdigkeit des ersten Tages, übertraf alle Erwartungen. Die Aussicht und der nahe Spielplatz sind allein eine Reise wert. Es wurde «gsändelet», «gwässerlet», es wurden Spiele gespielt und ein Picknick genossen. So brauchte es nach ein paar Stunden fast etwas Überwindung, um dann irgendwann einmal aufzubrechen und die Jugi zu suchen. Aber auch dort war das Staunen gross. Jede Familie durfte ein Zimmer für sich beziehen, dann gabs einen feinen Znacht. Später, zum Ausklang des erlebnisreichen Tages, warteten Plüschtierli mit Gutenachtgeschichten auf die Kinder und für die Grossen gabs Tee und eine gemütliche Plauderrunde.
Der duschende Haifisch im Rheinfall
Die Nacht war erholsam und ruhig, auch weil die Jugi nur wenig andere Buchungen verzeichnete. Der neue Tag begann dann mit einem schönen Zmorgebuffet. Nachdem die Betten abgezogen und gepackt war, gings weiter mit dem Programm. Ziel: Rheinfall. Auf einer Wiese mit Blick auf dieses wichtige Schweizer Wahrzeichen entstanden lässige Fotosujets. Dort wurde weitergespielt, gemalt, Karten wurden gestaltet und es gab auch bald wieder ein Picknick, bevor dann das Abenteuer mit der Bootsfahrt in Angriff genommen wurde. Vielfältig waren die Eindrücke der Beteiligten und ein paar Kinder in der Runde fragten sich, ob der tosende Fall von einem Haifisch bewohnt werde. So ganz genau konnte dies aber bis zum Anlegen am Bootssteg niemand beantworten. Danach gabs Glacé für alle und das Rätselraten war bald wieder vergessen. Etwas später ging es glücklich und müde wieder zum Bahnhof und schliesslich auf die Rückreise nach Zürich.