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Laterna Magica – Wie die Bilder laufen lernten

Nach Professor Archibalds Rückkehr aus Venedig bleibt es zunächst verdächtig ruhig um unseren allwissenden Freund. Erkundungen führen uns zu seinem aktuellen Aufenthaltsort, einem alten Château in Frankreich, gelegen in der idyllischen Campagne. Was treibt er dort bloss (ausser Boule spielen und Pastis trinken)? Die Dorfbewohner beginnen schon, sich zu wundern. Man berichtet uns von seltsamen, nächtlichen Geräuschen, unerklärlichen Explosionen und sogar Feuersäulen, die in den Nachthimmel aufsteigen. Was geht hier vor?

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Professor Archibald liebt die Gefahr. Denn nichts kann seinen Wissensdurst stoppen. Hat er einmal eine neue Passion gefunden, lässt er keinen Stein nicht umgedreht und setzt Himmel und Hölle in Bewegung, um neue Forschungsergebnisse zu erzielen. In seinem unterirdischen Labor hat er innert kurzer Zeit eine beträchtliche Zahl von seltsamen antiken Apparaturen versammelt, die ihm bei seinen Experimenten dienen sollen. Doch wozu denn bloss?

Wir wollen das Geheimnis lüften. Es begann alles mit dem Fund einer gut erhaltenen Laterna Magica (Zauberlaterne, auch Skioptikon genannt) aus dem 19. Jahrhundert. Von da an liess es den Professor nicht mehr los: Was waren das für Bilder, die mit diesem wundersamen Gerät an die Wand projiziert wurden, lange vor der Erfindung von Fotografie und Film? 

Die Laterna Magica wurde möglich durch drei historische Erfindungen: Bereits Aristoteles (384-322 v. Chr.) erklärte in seiner Schrift «Problemata physica» das Prinzip der Camera Obscura. Wenn ein Lichtstrahl durch ein kleines Loch in einen dunklen Raum fällt, entsteht ein auf dem Kopf stehendes Abbild der Umwelt. Der arabische Forscher Alhazen erkannte im Jahr 980 die Möglichkeit einer Lochkamera, die aber wegen des herrschenden Bilderverbots erst viel später realisiert wurde. Ab Ende des 13. Jahrhunderts von Astronomen genutzt zur ungefährlichen Betrachtung von Sonnenflecken, wurde die Camera Obscura schliesslich mit geschliffenen Linsen versehen und als transportables Gerät von Künstlern zur Zeichenhilfe für perspektivische Darstellungen verwendet. Auch die Spiegelschreibkunst und das Gehäuse der Blendlaterne waren wichtige Grundsteine für die Entwicklung der ersten Laterna Magica. 
 

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Illustration einer Laterna Magica in Anthanasius Kirchners «Ars magna lucis et umbrae» (1671)

Deren Erfindung wurde lange Anthanasius Kirchner (1602-1680) zugeschrieben, einem deutschen Jesuiten, der in Rom lehrte. In der zweiten Auflage seines Buchs «Ars magna lucis et umbrae» (Die grosse Kunst von Licht und Schatten) sprach er von Zeichnungen auf Glasplatten und zeigte erste schematische Darstellungen einer Laterna Magica. Sein Ziel war es, die Zauberlaterne für religiöse Zwecke anzuwenden und den Gläubigen die Schrecken des Höllenfeuers vorzuführen, um ihnen den Weg in das Himmelreich zu weisen. So entstand die Redensart «Den Teufel an die Wand malen».

Kirchner brachte allerdings in seiner Darstellung einige Dinge durcheinander, weshalb seine Urheberschaft heute angezweifelt wird. Die erste tatsächlich funktionierende Laterna Magica bauten im Jahr 1659 der holländische Physiker Christian Huygens (1629-1695) und der Däne Thomas Walgenstein. Dem Mathematiker Christoph Sturm (1635-1703) gelang es, mit einer Kondensorlinse die Lichtintensität erheblich zu verbessern. Der Franzose Claude Francois Milliet Dechales veröffentlichte schliesslich in seinem Buch „Cursus seu mundus mathematicus“ (1674) eine Skizze einer Laterna Magica, die vielerorts nachgebaut wurde. 

Anfangs versetzten die von der Laterna Magica projizierten Lichtbilder die abergläubischen Menschen des 17. Jahrhunderts in Angst und Schrecken. In verdunkelten Räumen vorgeführt, waren sie für sie etwas gar Furchterregendes. Nur von schwachem Kerzen- oder Öllicht beleuchtet, flackerten die Bilder stetig, ganz so, als wären sie immerzu in Bewegung. Man nannte sie darum Geisterbilder und benutzte sie mit Vorliebe dazu, das unvorbereitete Publikum zu erschrecken. Zusätzlich verstärkt wurde die Wirkung, wenn man den Projektor auf Rauchschwaden oder Vorhänge richtete. Zu Goethes Zeiten wurde im Theater die Laterna Magica vor den Zuschauern versteckt und auf den Bühnennebel gerichtet. Es entstand die Illusion von freischwebenden Figuren. Kein Wunder sprach man auch von der «Schreckenslaterne». Aus dieser Zeit stammt denn auch das Wort Phantasmagorien (Altgriechisch für «Versammelte Trugbilder»). Schopenhauer deutete es später neu und bezeichnete sämtliche Realerscheinungen als Phantasmagorien, während für Marx die flüchtigen Bilder, wie er sie nannte, Sinnbild waren für die Blendwerke des Kapitalismus.

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«The Laterna Magica», Gemälde von Paul Sandby (ca. 1760)

Im anbrechenden 19. Jahrhundert, mit dem Aufstieg des Bürgertums und dem Forscherdrang eines neuen Zeitgeists, eröffneten sich vielfältige Möglichkeiten. Zuvor der Aristokratie und der Wissenschaft vorenthalten, war nach dem Köpferollen der Französischen Revolution die Laterna Magica nun auch dem einfachen Volk zugänglich und wurde als Jahrmarktsattraktion industriell hergestellt. Wandernde Schausteller präsentierten die neuen technischen Errungenschaften an Jahrmärkten den staunenden Besuchern.

Eine wahre Revolution für die Projektionstechnik war das Kalklicht (auch Drummondsches Licht genannt), das ab 1826 die schwachen Öllampen- und Kerzenlichtquellen ersetzte. Dank seiner enormen Helligkeit und den daraus resultierenden längeren Projektionsdistanzen konnten nun ganze Säle und ein grösseres Publikum mit noch farbenprächtigeren und schärferen Bildern bespielt werden. Vorbei waren die Zeiten der verwackelten Geisterbahn im Hinterzimmer. Das gleissend helle Licht wurde bald auch in Theatern und Leuchttürmen verwendet. Die neue Technik war allerdings alles andere als ungefährlich. Im Innern des Gehäuses der Laterna Magica wurde ein Branntkalkzylinder mit Hilfe einer Flamme aus Knallgas zum Glühen gebracht. Durch die extreme Hitze konnte zwar eine enorme Strahlkraft erzeugt werden, die in mehreren Linsen und Reflektoren gebündelt wurde und nie zuvor gesehene, Ehrfurcht erweckende Bilderserien auf die Wände warf, doch mussten die Apparaturen im Vorführraum ständig überwacht werden, konnte es doch jederzeit zu einer plötzlichen Knallgas-Explosion kommen. Das brandgefährliche Gemisch der Chemikalien sorgte für viele tödliche Unfälle. Ende des Jahrhunderts wurde das gefährliche Kalklicht durch elektrische Kohlebogenlampen ersetzt.

Wie bahnbrechend das Kalklicht war, zeigt sich in seinem Fortbestand bis in unseren heutigen Sprachgebrauch, zu Beispiel in den Redewendungen «Jemanden zur Weissglut bringen» oder dem englischen «to be in the limelight» (sinngemäss «Im Rampenlicht sein»). 

Bewegte Bilder, also Animation (vom lateinischen animare «zum Leben erwecken», und anima, «Seele») das gab es schon vor der Erfindung von Fotografie und Film. Man nannte sie Nebelbilder (Dissolving Views), eine Erfindung des österreichischen Artillerie-Ingenieurs Franz von Uchatius. Bevor es Fotos gab, wurden die Motive in Serien auf Glasplatten gemalt, dann in Holzrahmen vor die Linse der Zauberlaterne geführt und mit komplizierten Überblendtechniken zum Leben erweckt. Zu Unterhaltungs- oder Wissenschaftswecken eingesetzt, erfreute sich die neue Projektionskunst zunehmender Beliebtheit. Langsam ineinander überblendete Nebelbilder erzeugten die Illusion bewegter Bilder, Jahrzehnte vor der Geburt des Kinos. Beliebte Motive für die Schiebebilder waren zum Bespiel aufeinander folgende Tageszeiten, Jahreszeiten, Vulkanausbrüche, Reisebilder aus exotischen Ländern, Märchen, komische Szenen, Nachrichten, geschichtliche Ereignisse, nachgestellte Schlachten, jonglierende Clowns, turnende Akrobaten und vieles mehr. Manchmal wurden dazu sogar mehrere Laternae Magicae gleichzeitig verwendet. Die Vorführungen wurden begleitet von Musik, Geräuschen oder Vorträgen. Zu akademischen Zwecken zeigte man etwa vergrösserte Darstellungen von Insekten oder Blutkreisläufe von Fröschen. 

Die Laterna Magica kann als Vorläufer des modernen Diaskops, Episkops und Epidiaskops, des Hellraumprojektors, des Vergrösserungsgeräts (Reprographie), des Beamers und gar der PowerPoint-Präsentation betrachtet werden. 

Im Zuge der industriellen Produktion der Laterna Magica wurde das Prinzip in Etappen immer mehr verbessert. Die Chromolithographie (farbige Lithografie) und die Standardisierung des Bildformates trugen dazu bei, genauso wie die Hyalotypie, von den Gebrüdern Langenheim aus Philadelphia an der Weltausstellung 1851 in London vorgestellt. Nun konnten nicht nur gemalte Bilder, sondern auch Fotografien direkt auf Glas gedruckt werden. Unzählige neue Firmen zur Reproduktion und Distribution der Nebelbilder schossen aus dem Boden, und der geneigte Laterna Magica-Fan konnte Bildserien mit zugehörigen Texten aus einem riesigen Katalogsortiment auswählen. Um nur einige Herstellernamen zu nennen: Bamforth Company, Ernst Planck, Newton & Co., York & Sons und W. Butcher & Sons. Es war das goldene Zeitalter der Laterna Magica. Pioniere der Fotografie und des Films arbeiteten praktisch alle zuerst in diesem Bereich. Die Geburtsstunde der «Siebten Kunst», des Kinos (1895), bedeutete aber auch das Ende der Blütezeit der Zauberlaterne, die nach der Einführung des Kinematographen durch die Gebrüder Lumière nur noch als Kinderspielzeug weiterlebte. Die alten Bildserien verfielen zudem zusehends.

Phenakistiskop
Phenakistiskop-Scheibe, handkolorierte Lithografie (ca. 1830) 

Dass die Bilder laufen lernten, ist auch dem Stroboskop-Effekt zu verdanken, der bereits beim Daumenkino (Abblätterbuch mit Einzelbildern) ab 1600 zum Einsatz kam. Ein frühes Gerät zur Animation war das Phenakistiskop (vom altgriechischen phenax, „Täuscher“ und skopein, „betrachten“), entwickelt 1832 von Joseph Antoine Ferdinand Plateau und Simon Stampfer. Auf diesem Wunderrad wurden in Einzelbildern Bewegungsabläufe dargestellt (etwa springende Tiere) und dazwischen Schlitze angeordnet. Hielt man nun die Scheibe gegen einen Spiegel und versetzte diese von Hand in Rotation, sah man durch die Schlitze die reflektierten Bilder in Bewegung, verschmelzend zu einer nahtlos fliessenden Sequenz, da das menschliche Auge das Wahrgenommene nicht anders zu deuten vermag (Optische Sinnestäuschung). Pro Sekunde kann es nicht mehr als 15 Bilder als Einzelbilder erkennen. Sind es mehr, verfliessen diese zu einer kontinuierlichen Bewegung. Die Trägheit unserer Sehkraft ist also Voraussetzung für das Funktionieren der Illusion des Films. Dieser Trick funktioniert zum Beispiel bei Insekten mit Facettenaugen nicht. Wir lernen daraus: Insekten können keine Filme schauen.

Das Zoetrop («Rad des Lebens», 1842) machte sich wie das Phenakistiskop die stroboskopische Bewegung zunutze, doch konnte die Illusion jetzt auch in einer Gruppe betrachtet werden. Die Bilder waren in einer drehbaren Trommel abgebildet. Die Funktionsweise entsprach bereits dem Prinzip des späteren Filmprojektors. In Aktion betrachten kann man das Zoetrop in Tim Burtons schaurig schönem Film «Sleepy Hollow».

Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurden nun immer abenteuerlichere, heute längst vergessene Apparaturen mit sonderbaren Namen erfunden und der staunenden Öffentlichkeit präsentiert. Sie trugen unaussprechliche Namen, meist aus altgriechischen Wörtern zusammengesetzt. Allesamt waren sie Vorläufer des Films. Nebst den bereits genannten gab es zum Beispiel auch noch, Achtung, das Thaumatrop (Scheibe an zwei Fäden befestigt), das Stroboskop (Blitzgerät, in schneller Abfolge kurze Bilder projizierend), das Mutoskop (Stereoanimationsblätterer), das Praxinoskop (Elektrischer Schnellseher) mittels Spiegelanordnung, das Zoopraxiskop (Projektionsgerät für chronofotografisch erzeugte Reihenbilder), das Kaiserpanorama (populäres Massenmedium für stereoskopische Bilderserien), das Elektrotachyscop (Projektionsgerät für Reihenbilder) oder das Kinetoskop (erster Filmbetrachter). Bis zur Erfindung des Kinematografen war es nun nur noch eine Frage der Zeit.

Als allererster Film gilt die sechssekündige Sequenz «Passage de Vénus», gefilmt am 9. Dezember 1874, als der Planet Venus vor der Sonne vorbeizog. Der französische Astronom Jules Janssen und der brasilianische Ingenieur Francisco Antônio de Almeida reisten nach Japan und hielten das Ereignis mit ihrem «Fotografischen Revolver» fest, der über ein Malteserkreuzgetriebe verfügte. Im Jahr 2005 fand man heraus, dass die Originalfotoplatten verschollen sind und nur noch eine Testversion existiert.  
Der Brite Eadweard Muybridge forschte ab 1879 im Bereich der Chronofotografie. Seine aufwendig inszenierten Serienfotos eines galoppierenden Pferdes mit Reiter waren ein weiterer Schritt in diese Richtung. Von 24 Kameras im Abstand von Millisekunden aufgenommen, wurde der kurze Ritt vor weissen Wänden zum ersten überzeugenden fotorealistischen Kurzfilm der Menschheitsgeschichte. Es stellte sich dabei auch heraus, dass die Bewegung von Pferdebeinen von Künstlern über Jahrhunderte hinweg falsch dargestellt worden war.  

All diese Experimente, zusammen mit den Entwicklungen in der Fotografie, führten schliesslich zur Erfindung der Filmkunst. 

Thomas Alva Edison zeigte mit seinem Kinetoskop (Aufnahme- und Projektionsgerät) ab 1892 erste Kurzfilme und tourte damit auf den Jahrmärkten. Allerdings konnte sich immer nur eine Person das jeweilige Machwerk ein einem Guckkasten ansehen, wie etwa «The Boxing Cats» (1894). 
Die Berliner Brüder Max und Emil Skladanowsky führten mit ihrem Bioskop im Varieté Wintergarten ein Programm von Kurzfilmen vor. Statt boxenden Katzen war es diesmal ein kampflustiges Känguru, das gegen einen menschlichen Konkurrenten antrat.

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Standbild aus dem Film «Das boxende Känguruh» (Gebrüder Skladanowsky, 1895) 

Als tatsächliche Geburtsstunde des Kinos gilt für viele Historiker die Erfindung des Kinematografen der Gebrüder Auguste und Louis Lumière, die am 28. Dezember 1895 im «Grand Café» in Paris damit ihre selbstgedrehten Filme vorstellten. Einer dieser Filme zeigt die Ankunft eines Zuges im Bahnhof des südfranzösischen La Ciotat. Laut der Legende sollen die damaligen Zuschauer schreiend weggerannt sein, um sich vor der nahenden Lokomotive in Sicherheit zu bringen. Der Kinematograf setzte sich gegen andere Vorführgeräte durch, nicht zuletzt dank dem Geschäftssinn der beiden Brüder. Es folgten Filmvorführungen in der ganzen Welt. Anfangs wurde die neue Kunst zwar nicht ernstgenommen und als Jahrmarktsattraktion belächelt. Doch die anfangs kurzen Filme wurden immer länger, bis sie in den 1910-Jahren abendfüllend wurden. Der Siegeszug des Kinos war nicht mehr aufzuhalten.

Auch in der Schweiz gab es schon sehr früh einen Kinematografen. Der Seifenfabrikant François-Henri Lavanchy-Clarke (1848–1922) rührte damit die Werbetrommel für seine «Sunlight»-Seife und zeigte dokumentarische Filme an der Landesausstellung 1896 in Genf.

Fundstücke von dargestellten Bewegungsabläufen gibt es bereits aus der prähistorischen Zeit, zum Beispiel den «Schahr-e Suchte»-Becher» (ca. 3000 v. Chr.), entdeckt im Iran. Darauf sieht man auf fünf Einzelbildern eine Ziege, die auf einen Baum springt. Man kann also von einer narrativen Bildfolge sprechen, doch dass diese in Drehung versetzt wurde, um die Illusion bewegter Bilder zu erzeugen, das wäre eine allzu abenteuerliche Annahme. 

Professor Archibald ist davon allerdings nicht überzeugt. Wurde das Kino womöglich schon von den Höhlenbewohnern erfunden? Unsere Vorfahren malten am liebsten die Tiere, die sie auch jagten: Etwa Höhlenbären, Mammuts, Säbelzahntiger oder Höhlenlöwen. Im französischen Montastruc fanden britische Forscher in einer Höhle zahlreiche mit Tiermotiven bemalte Kalksteinplaketten. Mit Hilfe modernster Technik wie Virtual Reality und 3D-Modellen wurden Herstellungsart und Verwendungszweck genauer untersucht. Man fand heraus, dass diese Plaketten sich in der Nähe eines Feuers befunden haben mussten. Machten sich die Steinzeitmenschen etwa das gleiche Phänomen zu Nutzen wie später die Operateure der Laterna Magica? Erhellt von den flackernden Flammen, schienen die Tierbilder in stetiger Bewegung zu sein. Waren sie tatsächlich eine Art steinzeitliches Kino der Höhlenmenschen?

Wer weiss…

Professor Archibald, gut ausgerüstet mit Stirnlampe, Helm und Spitzhacke, macht sich auf den Weg.

FORTSETZUNG FOLGT

Bilder: Patrici Carrera Rodriques (1, 2) / Public Domain (3 - 6)
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Quellenangaben:
https://www.uni-siegen.de/blickkulturen/texte/231782.html
https://filmwissen.online/laterna-magica/es-werde-licht/
https://filmlexikon.uni-kiel.de/doku.php/l:laternamagica-783
https://filmlexikon.uni-kiel.de/doku.php/p:phantasmagorie1-5480
https://www.planet-wissen.de/kultur/medien/filmtricks_von_metropolis_bis_matrix/filmtricks-laterna-magica-100.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Laterna_magica#
https://raetischesmuseum.gr.ch/de/ausstellungen/rueckschau-sonderausstellungen/Seiten/laternamagica.aspx
https://www.didaktik.mathematik.uni-wuerzburg.de/history/ausstell/kircher/laterna/index.html
https://filmlexikon.uni-kiel.de/doku.php/n:nebelbilder-7765
https://de.wikipedia.org/wiki/Nebelbild
https://de.wikipedia.org/wiki/Phenakistiskop
https://de.wikipedia.org/wiki/Zoetrop 
https://www.planet-wissen.de/kultur/medien/anfaenge_des_films/index.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Eadweard_Muybridge
https://de.wikipedia.org/wiki/Zoopraxiskop
https://www.planet-wissen.de/kultur/medien/anfaenge_des_films/index.html
https://www.swissinfo.ch/ger/kultur/schweizer-film-und-werbepionier_seifenverkaeufer-blindendelegierter-filmpionier/48059192
https://nationalgeographic.de/geschichte-und-kultur/2022/04/animierte-hoehlenkunst-aus-montastruc-die-zeichentrickfilme-der-steinzeit/